Mittwoch, 20. Juli 2016

Generation Y und New World of Work


Wie schafft es unser Unternehmen die „Top-Talents“ der Generation Y für uns zu gewinnen?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Master-Studenten des IMC Krems im Zuge eines Consulting Projektes in Zusammenarbeit mit der HMP Beratungs-GmbH. Der Kunde, eine Tochterfirma eines staatlichen Unternehmens mit rund 300 Mitarbeitern, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Die traditionellen Organizationstrukturen sollen geändert werden und eine „Start-up“ Kultur innerhalb des Unternehmens geschaffen werden. Das Fundament für diesen organisatorischen Wandel bildet das „New World of Work“ Konzept.
Der Run auf die Nachwuchsführungskräfte der neuen Generation hat längst begonnen. In wenigen Jahren wird die Generation Y, geboren in den Achtzigern und Neunzigern, jeden zweiten Arbeitnehmer stellen und die Arbeitskultur in Unternehmen radikal ändern. Klar ist, nur Firmen die auf die anspruchsvollen Bedürfnisse der neuen Generation, der „Digital Nativs“, eingehen, werden auch als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen und gewinnen das Rennen um die Toptalente.
Work-Life Balance, Selbstverwirklichung und Home-Office

Aber welche Eigenschaften muss ein Unternehmen haben, um den hohen Anforderungen der Ypsilonern gerecht zu werden?
Unzählige Studien über die Bedürfnisse der Generation Y bezüglich ihrer Arbeitswelt veranschaulichen den demographischen Wertewandel. Während der Generation X und den Babyboomer vordergründlich Attribute wie Sicherheit, gute Entlohnung und Prestige zugeordet werden, ist für zukünftige Arbeitnehmer vor allem eine junge und dynamische Unternehmenskultur von Bedeutung. Die Generation Y versteht sich zunehmend als selbständige Unternehmer innerhalb des Unternehmens, als sogenannte „Intrapreneurs“. Sie verlangen nach einem kreativen und flexiblen Arbeitsumfeld in dem sie ihr Potential entfalten können und ihre eigenen Ideen umsetzen. Stupide Arbeitsprozesse, steile Hierachien und klassische „9-to-5“ Arbeitszeiten werden überwiegend abgelehnt und durch projektbezogene Arbeiten, partizipative Führungsstile und autonome Arbeitszeiten ersetzt. Dieser Wandel macht sich besonders am Aussehen des Arbeitsplatzes bemerkbar. Der Fortschritt in der Digitalisierung macht es möglich, dass Ypsiloner ihren Arbeitsort vermehrt mobil gestalten und auf ein eigenes Büro mit vier Wänden verzichten.
Im Falle des am Anfang erwähnten Kunden, verbessern „Open-Office Spaces“ die Kommunikation mit den Kollegen und erhöhen vor allem die räumliche Flexibilität. Der Wohlfühlfaktor der Mitarbeiter steigt durch eigens installierte „Social Areas“ aber auch wegen Ruheräumen die konzentriertes Arbeiten ermöglichen. Die Mitarbeiter selbst arbeiten mit Tablets, Smartphones und modernen Kommunikationstools, die vor allem eines bewirken: Selbstimmung und Flexiblilität. Dadurch kann ein sehr positiver Trend beobachtet werden. Die neue Arbeitnehmer-Generation arbeitet ergebnisorienterter und die Produktivität wird nachweislich gesteigert.
Schafft es also ein Unternehmen sich mit den Befürnissen der neuen Generation auseinander zusetzen und ihnen eine neue Welt des Arbeitens anzubieten, so befindet es sich auf der Pole-Position um das Rennen der Nachwuchsführungskräfte.                  
(Clemens Biermayer, Student des IMC Krems)

Mittwoch, 6. Juli 2016

New World of Work - Blogserie Teil 6


Nun zum abschließenden Punkt dieser Serie: Welche Ansprüche stellen Kunden an die Kommunikation? Die Customer Experience ist ein wichtiger Faktor für Unternehmenskommunikation nach Außen – schließlich muss man sich auch fragen ob Kunden neue Kommunikationskanäle überhaupt annehmen. Auch hier zeigt sich ein ähnliches Bild wie bereits bei externer und interner Kommunikation aufgezeigt. Die Top 3 sind auch hier an der Spitze, aber auch hier sind „neue“ Kanäle im Kommen. Es ist nicht mehr unüblich seine Wünsche, Fragen, Beschwerden an die Facebook Seite des Unternehmens zu posten oder über die Homepage direkt mit einem Mitarbeiter zu chatten. Dies liegt auch daran was sich Kunden von der Kommunikation wünschen – und hier erkennt man klar dass „schnelle und höfliche Erledigung“ ganz oben bei den Kundenwünschen stehen. Dies ist auch eine Chance – kaum etwas ist schneller als ein Chat auf der Homepage, oder Feedback auf einer gut geführten FB-Seite. Und die Höflichkeit ist wie bei jeder Kommunikation eine Frage des einzelnen Kundenbetreuers, egal ob am Telefon, per E-Mail oder im Chatroom. Manche Dinge ändern sich eben auch nicht.
Das war sie nun, die fünfteilige Blogserie zum Thema New World of Work. Wir hoffen das Lesen war informativ ohne zu trocken zu sein und würden uns freuen wenn Sie unseren Blog auch in Zukunft wieder beehren.


Mittwoch, 29. Juni 2016

New World of Work - Blogserie Teil 5



Im vorletzten Teil der Blogserie NWOW beschäftigen wir uns mit dem großen Thema WOMIT 2016 gearbeitet.
Um besser zu verstehen WOMIT gearbeitet wird betrachten wir die Kommunikation in zwei verschiedenen Blöcken – interne und externe Kommunikation. Diese Unterscheidung wird gemacht da man ja „Intern“ andere Voraussetzungen hat als „Extern“.
Sieht man sich die externe Kommunikation genauer an erkennt man, wer hätte das gedacht: E-Mail ist die unangefochtene Nummer 1, dicht gefolgt von den anderen beiden „Dauerbrennern“ nämlich Mobiltelefonie sowie geplante Meetings. Spannender wird es wenn man den Trend der letzten 3 Jahre betrachtet. Dann erkennt man das zwar die „Top 3“ relativ stabil verwendet werden, aber in der Kategorie „Up and Coming“ gibt es starke Newcomer. So steigen sogenannte „Sharing-Tools“ wie etwa Calendar Sharing oder Screen Sharing, aber auch Collaboration Tools stark in der Beliebtheit an.
Ein ähnliches Bild zeigt uns auch die interne Kommunikation, wobei die Newcomer hier den Abstand zu den Top 3 bereits weiter geschlossen haben.
Woran liegt das, könnte man nun fragen? Eine Antwort darauf findet man wenn man sich die vorhandenen Endgeräte am Arbeitsplatz ansieht. Hier liegt mittlerweile das Mobiltelefon (fast immer als Smartphone) vor den Laptops und PCs. Auch Tablets und Videotelefonie finden sich bereits an gut einem Drittel der Arbeitsplätze. All diese Tools bieten eine die Voraussetzungen für diese neuen Kanäle, zunehmende Vernetzung und Digitalisierung und somit eine größere Flexibilität.

Eine weitere Antwort ergibt sich bei der Betrachtung der Gründe für den zunehmenden Einsatz dieser Kommunikationskanäle. Verbesserte – weil schnellere – Zusammenarbeit, Vereinfachung durch geräteunabhängiges Arbeiten, bessere Möglichkeiten für mobiles Arbeiten sind nur einige Schlagwörter die einem einfallen wenn man an die neuen Kanäle denkt.  „Reduzierung der E-Mail Flut“ ist ebenfalls ein Thema. Wer kennt nicht das Problem von übervollen Posteingängen, dutzenden Terminvorschlägen die in Verteilern hin und hergeschickt werden oder das Problem wichtige Informationen erst mühsam suchen zu müssen?

Mittwoch, 22. Juni 2016

New World of Work - Blogserie Teil 4

In diesem vierten Teil unserer NWOW Blogserie geht es um den Punkt WO 2016 gearbeitet wird. Als erster Punkt muss angesprochen werden dass wie bei der zeitlichen Flexibilität auch hier unausgeschöpfte Potentiale liegen. Hier ist die Differenz zwischen den Mitarbeitern die räumlich flexibel arbeiten können und jenen die dies auch tatsächlich tun sogar noch größer als bei der zeitlichen Flexibilität.
Der Großteil der Arbeitszeit wird im Büro bzw. am individuellen Arbeitsplatz verbracht, jeweils ein Viertel wird generell in der Arbeitsstätte (also z.B. in Meetings) oder mobil („außer Haus“) verbracht. Wenn man sich nun den typischen Arbeitsplatz ansieht so erkennt man dass das „klassische“ Einzelbüro vorherrschend ist, moderne Konzepte wie z.B. Desk-Sharing oder Open Space sind noch eher unbekannt. Positiv zu sehen ist dass der „Einzelarbeitsplatz im großen Büro“, also die kleine 2m² Box im riesigen Einheitsbüro, rückläufig ist. Mobil wird eigentlich „überall“ gearbeitet, also bei Kunden, Partnern, Lieferanten aber auch zu Hause (Stichwort Home-Office), im Café und im Zug. Halt – im Café, im Zug? Das ist doch kein Arbeiten…oder etwa doch? Natürlich - muss man sich doch von den klassischen Klischees lösen wonach man nur im Büro produktiv arbeiten kann. Gerade bei Jobs die viel „Fahrerei“ beinhalten wie etwa Vertrieb oder Consulting ist es oftmals einfacher und produktiver die „lästige interne Arbeit“ wie etwa seine Zeiterfassung oder Präsentationsvorbereitungen „am Weg“ zu erledigen.
Zurück zum klassischen Arbeitsplatz – was ist wichtig? Hauptsächlich Dinge die jeder von uns gerne hat, die aber vielfach als selbstverständlich angesehen werden weil man sie nur wahrnimmt wenn sie gerade nicht funktionieren. „Hohe Netzqualität“ und „schnelle Anbindung“ etwa, oder ein einfacher Zugang zu relevanten Tools. Kaum jemand denkt an die Geschwindigkeit seiner Internetverbindung, egal ob mobil oder stationär, solange sie funktioniert – aber jeder kennt den Ärger wenn dieses mittlerweile zum Arbeiten unerlässliche Tool ausfällt. Auch die Endgeräte die am Arbeitsplatz verfügbar sind sind wichtig. Mobile Geräte sind beinahe ein „Must-Have“, und auch die Qualität derselben sollte stimmen. Kurzum – die wichtigsten Tools am Arbeitsplatz sind jene die die „Basics“ darstellen. Ästhetische Aspekte wie die individuelle Gestaltungsmöglichkeit oder ein Ansprechendes Design der Büroausstattung sind zwar nicht unwichtig aber nutzlos wenn die Grundlegenden Dinge nicht angemessen vorhanden sind.

Im nächsten und letzten Teil dieser Serie geht es darum WOMIT gearbeitet wird sowie um die Customer Experience 2016.

Dienstag, 21. Juni 2016

Die neue Digitalisierung des Kunden



Customer Experience als Schlüssel für die Transformation Ihres Unternehmens


Wenn Kunden in den Kontakt mit Unternehmen treten, sollen sie eine möglichst tolle aber zumindest zufriedenstellende Erfahrung machen. Die Customer Experience soll also positiv sein.

CX Design ist Experte für Customer Experience.

Erfahren Sie mehr über CX Design unter:
http://www.cx-design.at/

Mittwoch, 15. Juni 2016

New World of Work - Blogserie Teil 3


In diesem dritten Teil unserer NWOW Blogserie betrachten wir 2 unterschiedliche Punkte: WANN und MIT WEM wird 2016 gearbeitet.
WANN gearbeitet wird ist relativ schnell beantwortet –von Montag bis Freitag von ca. 9 bis 17 Uhr. Betrachtet man die Arbeitstage herrscht auch die Arbeitswoche von MO-FR vor. – klassisch un-aufregend. Interessanter ist die nicht vollständige Ausschöpfung des Potentials zur Flexibilität durch die Arbeitnehmer selbst: So ist ein Großteil der Beschäftigten in der Position zeitlich flexibel Arbeiten zu können, dieses Potential wird aber von einem nicht unerheblichen Teil ungenutzt gelassen da es noch als Standard in den Köpfen verankert ist. Jedoch ist der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten bei einem großen Anteil der Arbeitnehmer vorhanden.
MIT WEM 2016 gearbeitet wird ist ebenfalls ein nicht unerheblicher Punkt unserer Analyse. Bei der Art wie die Arbeitszeit an einem durchschnittlichen Arbeitstag aufgeteilt ist erkennt man das zwar die Einzelarbeit den größten Teil dieses Tages ausmacht, diese aber von der internen Zusammenarbeit dicht gefolgt wird. Externe Zusammenarbeit -  also der Kontakt mit Kunden oder Lieferanten ist aber mit ca. einem Viertel des Arbeitstages ebenfalls ein wichtiger Punkt. Betrachtet man diese Externe Zusammenarbeit näher erkennt man, dass hauptsächlich mit Kunden und etwas weniger auch mit Lieferanten eng zusammengearbeitet wird. „Office Sharing“, also das Teilen von Büroräumlichkeiten mit entweder Kunden oder Lieferanten ist noch eher unbekannt. Diese Form wird aber an Bedeutung gewinnen, da der Wunsch aus nach mehr Flexibilität (Stichwort Ein-Personen Unternehmen oder Freelancer) zunimmt.

Im nächsten Teil beschäftigen wir uns damit WO 2016 gearbeitet wird.